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G r u i t e n

Perle im Niederbergischem Land

Die Kraftwagenlinie Mettmann-Gruiten

Die Kraftwagenlinie Mettmann - Gruiten (Bahnhof) ist die Reststrecke einer im Oktober 1928 eröffneten Kraftfahrlinie Mettmann - Gruiten - Haan - Gräfrath.

Die Strecke Gruiten - Haan - Gräfrath, die auf Wunsch der Gemeinden eingerichtet wurde, hat sich bald nach Eröffnung als unwirtschaftlich herausgestellt, so daß bereits am 15.12.1928 der Teil Polnische Mütze - Gräfrath mit Genehmigung des Regierungspräsidenten zu Düsseldorf stillgelegt wurde. Durch Abstoßung dieses unrentablen Teiles hoffte man, die Reststrecke aufrechterhalten zu können. Aber auch dies erwies sich als trügerisch. Der Bezirk, den die Linie berührt, ist zu schwach bevölkert. Verkehrspolitisch ist die Linie für die Gemeinden Mettmann (12.000 Ew.) und Gruiten (3000 Ew.) unentbehrlich. Ohne Zweifel ist die Strecke entwicklungsfähig und verspricht für die Zukunft bessere Rentabilität. Voerst konnte daher der Betrieb nur mit Unterstützung der Gemeinden aufrechterhalten werden.

Es beschlossen demnach der Kreis Mettmann und die beiden Gemeinden, sich am Wagnis durch laufende Zuschüsse zu beteiligen. Gleichzeitig wurde der Betrieb zwischen Gruiten (Bahnhof) - Polnische Mütze eingestellt. So blieb dann nur noch die Strecke Mettmann - Gruiten (Bahnhof) übrig, von der man im Laufe der Zeit eine Verkehrsbelebung erhofft.

Diese Strecke ist 5770 m lang und führt durch eine schwach bevölkerte Gegend, die aber für eine stärkere Ansiedlung reif ist.

Erst durch die teilweise Anlage einer breiten Straße zwischen Mettmann und Gruiten-Dorf wurde die Vorraussetzung für einen planmäßigen Linienverkehr zwischen den beiden Orten geschaffen. Von den beiden Gemeinden ist in dieser Beziehung viel geleistet worden. Die Linie liegt in hügeligem Gelände mit schwierigen Straßenverhältnissen.

Stand: August 1930